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Aktualności Schmochtitzer Bühne Elazar Benyoëtz und Kolja Lessing gestalten gemeinsam eine "Schmochtitzer Bühne"
Elazar Benyoëtz und Kolja Lessing gestalten gemeinsam eine "Schmochtitzer Bühne"
Schmochtitzer Bühne
22.11.2017 | Das Bischof-Benno-Haus lädt im Rahmen der „Schmochtitzer Bühne“ am Buß- und Bettag – 22. November 2017 – zu einer Lesung mit Elazar Benyoëtz ein. Umrahmt wird die Lesung von Prof. Kolja Lessing, dem bekannten Geiger und Pianisten.

Elazar Benyoëtz wurde 1937 als Paul Koppel und Sohn österreichischer Juden in Wiener Neustadt geboren. Er ist 1938 mit der Familie nach Palästina emigriert, wo er seit 1939 in Jerusalem lebt und zum hebräischen Dichter heranwuchs. 1959 hat er das Rabbinerexamen abgelegt. Zwischen 1964 und 1968 wohnte er in Berlin, wo er 1964 die Bibliographia Judaica gründete. Benyoëtz schrieb seine ersten Gedichtbände auf Hebräisch, seine Essays und Aphorismenbände (seit 1969) sind fast ausschließlich in deutscher Sprache erschienen. Thema seiner Bücher ist neben religiösen Stoffen oft die Sprache selbst. Fragen der Metaphysik und des Verhältnisses von Juden und Deutschen beschäftigen ihn vielfach in seinen Werken. Elazar Benyoëz wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1997), dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2008) und dem Ehrenpreis der Stiftung Bibel und Kultur (2012) ausgezeichnet. Benyoëtz ist seit 2003 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Der Name Ben-yoëtz bedeutet Sohn des Ratgebers.

Kolja Lessing, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Durch seinen Einsatz wurden z.B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts. In Anerkennung seines Engagements für verfehmte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis, 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich u.a. eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika. Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen Würzburg und Leipzig wirkt er seit 2000 in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart.

Alle Interessierten sind herzlich zu der Lesung mit Musik eingeladen der Eintritt kostet 9 €, Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Beginn der Veranstaltung ist bereits um 17.00 Uhr.